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ROBERT SCHIFFLER  -  HALL OF FAME

 

Robert Schiffler, einer der Inhaber des Familienunternehmens Fecken-Kirfel, entwickelte und führte Schneidmaschinen ein, die Maßstäbe für die Industrie setzten.

 

In den Anfängen, als die Schaumstofftechnologie in rasantem Tempo voranschritt, stellten sich Robert Schiffler und sein Ingenieurteam der Herausforderung, für jede Verbesserung im Bereich der Schaumrezeptur die entsprechende und für diesen Schaum geeignete Maschine zu entwickeln.

 

In den 50er Jahren waren die Schäume hart und fest und verfügten nur über eine geringe Flexibilität. Dies änderte sich, als Fecken-Kirfel die ersten Profiliermaschinen einführte. Durch die Produktion von Profilen und die Reduzierung der Schaumstoffoberfläche wurde das Oberflächengefühl der Schäume weicher. Heute werden profilierte Teile für eine Vielzahl von Anwendungen benutzt – von Bettwaren bis hin zur Geräuschdämmung.

 

Das Schneiden von Schichten aus einem Block wurde konventionell mit einer automatischen Horizontalstapelmaschine durchgeführt. Diese Schneidmethode war deshalb ineffizient, weil es hierbei nicht möglich war, während der Rückwärtsbewegung zu schneiden. Daraufhin entwickelte Fecken-Kirfel unter der Leitung von Robert Schiffler in den 60er Jahren das „Karussell“. Die rotierende Schneidtechnik der Maschine schaffte nicht nur das Problem eines ungenutzten Rücklaufs aus der Welt, sondern erhöhte die Produktivität durch eine erhöhte Ladekapazität der Maschine. Für dieses Design wurde ein 18-jähriges Patent vergeben. Nach mehr als 40 Jahren gehört das Karussell weiterhin zur Grundausstattung von Schäumern und Schaumverarbeitern.

 

Bis in die 70er Jahre wurden Konturen entweder über Schablonen geformt oder manuell geschnitten, was sehr mühsam und zeitraubend war. Darüber hinaus war diese Arbeit nicht ganz ungefährlich, da der Maschinenbediener sehr nah am Messer arbeiten musste. In Anbetracht dessen baute Fecken-Kirfel die erste automatische Konturschneidmaschine. Die Schlüsselposition des Designs war das umlaufende Bandmesser, für dessen Erfindung Fecken-Kirfel mit einem 18-jährigen Patent bedacht wurde. Das Bandmesser konnte mit nur geringen Einschränkungen verdreht und zurückgeführt werden und ermöglichte auf diese Weise das Schneiden von allen erdenklichen Formen. Im Verlauf der Zeit wurde dieser Maschinentyp zur CAD-CNC gesteuerten Maschine weiterentwickelt, die heutzutage eine sehr starke Marktpräsenz hat. Wäre die erste Konturschneidmaschine nicht entwickelt worden, wäre die Produktion von Schichten zugunsten des Matratzenschaums in der Bedeutungslosigkeit versunken.

 

Robert Schiffler und sein Ingenieurteam bei Fecken-Kirfel haben durch die Kombination von gemeinsamer Anstrengung, Kreativität, Einfallsreichtum und Vision in nicht geringem Maße zur Akzeptanz eines neuen Produktes beigetragen und damit das rapide Wachstum der PU-Weichschaumindustrie vorangetrieben.

 

Robert Schiffler verstarb im Jahre 2000.